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Aufnahme von Obdachlosen Personen

Obdachlosigkeit entsteht häufig als Folge ungelöster persönlicher Krisen, sozialer Brüche oder fehlender Bewältigungsstrategien im Umgang mit belastenden Lebenssituationen. Schwierigkeiten im privaten Umfeld, der Verlust sozialer Beziehungen, Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Probleme, Hilfsbedürftigkeit, Abhängigkeiten sowie objektive Herausforderungen bei der Sicherung des Lebensunterhalts können dazu führen, dass Menschen aus ihrem sozialen Umfeld herausfallen oder sich selbst zurückziehen.

In vielen Fällen wird der Verlust der Wohnung durch den Verlust des Arbeitsplatzes ausgelöst. Auf die Arbeitslosigkeit folgt oftmals der Wohnungsverlust und damit der Eintritt in einen Kreislauf unangemessener oder unsicherer Wohnsituationen, der schließlich in Wohnungslosigkeit münden kann.

Die Unterstützungsangebote für obdachlose Personen umfassen insbesondere:

  • Angebot einer Alternative zum Leben auf der Straße (Deckung grundlegender Bedürfnisse);
  • Unterstützung in akuten Notsituationen;
  • Maßnahmen zur sozialen Wiedereingliederung;
  • Angebote zur Förderung persönlicher Perspektiven und Zukunftsgestaltung.

Aufnahme von obdachlosen Personen

Die Errichtung und Führung von Einrichtungen und Diensten für die Aufnahme und die Unterstützung von obdachlosen Menschen fällt in die Zuständigkeit der Gemeinden. Die Führung kann direkt oder durch Abkommen mit privaten Körperschaften erfolgen. Zudem kann die Gemeinde diese Aufgaben an die Träger der Sozialdienste delegieren.

In mehreren Gemeinden des Landes bestehen Einrichtungen, die obdachlosen Menschen Schutz und Hilfe bieten – entweder ganzjährig oder während der Wintermonate. Diese Einrichtungen werden von gemeinnützigen Organisationen betrieben, fußend auf Vereinbarungen mit den Gemeinden, den Bezirksgemeinschaften oder dem Sozialbetrieb Bozen.

Diese Organisationen stellen unterschiedliche Unterstützungsformen bereit, die auf die Deckung grundlegender Bedürfnisse (Übernachtung, Mahlzeiten, Körperhygiene) sowie auf die Reduzierung sozialer Ausgrenzung ausgerichtet sind.

Ergänzend zu diesen Einrichtungen bestehen weitere niedrigschwellige Angebote wie Tageszentren, Beratungs- und Informationsdienste, Gesundheitsversorgung, Essens- und Kleiderausgabe sowie Duschmöglichkeiten.

Jede Einrichtung richtet sich an eine spezifische Zielgruppe und verfügt über eigene Zugangskriterien.

Die Aufnahme in die Winternachtquartiere erfolgt über den Dienst Infopoint gemäß den „Leitlinien für die Aufnahme in den Winternachtquartieren“.

Gesetzliche Bestimmungen

Kontakte

Infopoint

Anlaufstelle für Information und Orientierung

Telefon: 335 143 8701

E-mail Adresse: infopoint@volontarius.it

Adresse: Raiffeisen-Straße 5, Rittnerstraße, Bozen

https://gruppovolontarius.it/

Notfalldienst (das sogenannte „Kältetelefon“)

24-Stunden Telefondienst, 7 Tage die Woche, um Informationen zu erhalten und Situationen von Menschen in Not zu melden

Telefon: 0471 402 338

Meldeformular auf https://gruppovolontarius.it/