AVZ Neumarkt: "Wichtig für Chancengleichheit und soziale Teilhabe"
Landesrätin Amhof besucht das Arbeitsvermittlungszentrum, das Anlaufstelle für das gesamte Unterland ist - Wettbewerb für Arbeitsvermittler wird ausgeschrieben - Lokalaugenschein in EWO Kurtatsch
NEUMARKT. Über aktuelle Entwicklungen in der Arbeitsvermittlung vor Ort hat sich Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof vor kurzem im Arbeitsvermittlungszentrum (AVZ) Neumarkt mit den Mitarbeiterinnen und dem Koordinator Matthias Cologna ausgetauscht. Die wichtige Rolle des AVZ für das gesamte Unterland, Personalthemen sowie die gezielte Vermittlung von Menschen mit Behinderung wurden angesprochen. Auch ein Besuch des Unternehmens EWO in Kurtatsch stand im Anschluss auf dem Programm.
"Eine gut funktionierende Arbeitsvermittlung ist ein zentraler Pfeiler unserer Arbeitsmarktpolitik. Die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen vor Ort ist dabei besonders wichtig, sie leisten täglich einen entscheidenden Beitrag für Chancengleichheit und soziale Teilhabe", betonte Landesrätin Amhof beim Besuch des AVZ Neumarkt, bei dem sie von Francesca Malara, der Direktorin des Amtes für Arbeitsvermittlung, sowie Stefan Luther, dem Direktor des Arbeitsmarktservice des Landes Südtirol, begleitet wurde. Das AVZ Neumarkt sei eine zentrale Anlaufstelle für die aktive Arbeitsvermittlung im Unterland.
Herausforderung Personalfindung
Ein weiterer Schwerpunkt des AVZ ist die gezielte Begleitung und Vermittlung von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt. Dabei setze man auf individuelle Beratung und eine enge Abstimmung mit Betrieben, um möglichst langfristige Arbeitsverträge zu gewährleisten.
"Die Nachbesetzung von Stellen im AVZ ist derzeit eine große Herausforderung. Demnächst wird es einen Wettbewerb für die Arbeitsvermittlung geben", berichtet Landesrätin Amhof. 2025 wurde weiters ein eigenes Berufsbild für Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler eingeführt. Dieses soll den Einstieg in den Beruf erleichtern, die Attraktivität der Tätigkeit erhöhen und langfristig die Qualität der Dienstleistungen sichern.
Enge Vernetzung mit Unternehmen als strategisches Ziel
Im Anschluss besuchte Amhof mit dem Team des AVZ die Firma EWO in Kurtatsch. Das international tätige Familienunternehmen stellt Lichtsysteme her und beschäftigt rund 130 Mitarbeitende in vielfältigen Profilen, wie Geschäftsführer Hannes Wohlgemuth erläuterte.
"Der direkte Kontakt mit Unternehmen vor Ort dient dazu, potenzielle Arbeitgeber, ihre Anforderungen und betrieblichen Rahmenbedingungen besser kennenzulernen, um Arbeitsuchende und Unternehmen gezielt und passgenau zusammenführen zu können", betont Amhof. Die Verstärkung der Dienstleistungen für Unternehmen ist auch Teil der Arbeitsmarktstrategie 2030, welche die Landesregierung am 10. April verabschiedet hat (das LPA hat berichtet).
red/pir